Dübel-Größen

Mit Dübel sind hier nicht die Dinger gemeint, die in Wände gesteckt werden um Schrauben daran zu befestigen.

Hier geht es Dübel, die verwendet werden um Holz miteinander zu verbinden. Unterschieden wird hier zwischen Flach- und Runddübeln.

Flachdübel:

Flachdübel (auch oft Lamellos genannt) gibt es aus Kunststoff, Metall und Holz, um die letzteren soll es hier gehen.
Die Flachdübel sind oval und werden in geringfügig größere Ausfräsungen geleimt.
Durch die Form ist es möglich die Dübel etwas zu verschieben um eventuelle Ungenauigkeiten beim Fräsen oder Anzeichnen auszugleichen. Das ist einer der Vorteile gegenüber dem Runddübel, der exakt gebohrt werden muss.
Die Frästiefe wird durch die Einstellung an der Flachdübelfräse vorgegeben, die gängigen Dübelgrößen sind an den Maschinen normalerweise per Einstellrad wählbar.

Die Flachdübel werden meist aus Buchenholz gefertigt.

Die gängigsten Flachdübelgrößen sind:

Größe Dübelgröße Frästiefe Werkstückdicke Werkstückbreite
0 47 mm x 15 mm x 4 mm min. 8,5 mm 8 mm bis 12 mm min. 60 mm
10 53 mm x 19 mm x 4 mm min. 10,5 mm 13 mm bis 15 mm min. 65 mm
20 56 mm x 23 mm x 4 mm min. 12,5 mm 16 mm und dicker min. 70 mm

Die Abstände zwischen den Dübel sollten zwischen 150 mm und 200 mm liegen.

Runddübel:

Genau wie bei den Flachdübel n, gibt es bei den Runddübeln verschiedene Materialien. Auch hier beschränke ich mich auf die Holz-Variante, genauer auf die geriffelten kleinen runden Holzdübel für verdeckte Verleimungen.

Bei den Flachdübeln schrieb ich, dass es bei diesen von Vorteil sei, sie noch leicht verschieben zu können um etwaige Ungenauigkeiten beim Arbeiten auszugleichen. Hier liegt bei den Runddübeln der entscheidende Nachteil, die Löcher müssen exakt gebohrt werden – exakt in der Position, exakt im Winkel und exakt in der Tiefe!

Beim dübeln von 2 Brettern / Platten an den Stirnseiten kann man beide Löcher gleich tief bohren.
Werden 2 Platten im Winkel aneinander gesetzt, dann wird normalerweise in der Fläche 1/3 und in die Stirnseite 2/3 der Dübellänge gebohrt. Dieses Loch immer 2 mm – 3 mm tiefer bohren, damit der Leim Platz hat.

Runddübel sind normalerweise aus Buchenholz, es gibt sie jedoch auch in anderen Hölzern, so das auch sichtbare Verbindungen relativ „unsichtbar“ oder als bewusst gesetzter Akzent möglich sind.

Die gängigsten Runddübelgrößen sind:

Durchmesser Dübellänge Bohrtiefe
Stirn + Stirn / Fläche + Stirn
Werkstückdicke
6 mm 30 mm 16 mm + 16 mm / 10 mm + 22 mm 12 mm bis 14 mm
8 mm 40 mm 21 mm + 21 mm / 13 mm + 29 mm 15 mm bis 18 mm
10 mm 40 mm 21 mm + 21 mm / 13 mm + 29 mm 19 mm und dicker

Die Abstände zwischen den Dübel sollten zwischen 100 mm und 150 mm liegen.

Es gibt für den handwerklichen Gebrauch diverse Hilfsmittel um Dübellöcher zu setzen.

Das Spektrum reicht von einfachen Hütchen mit einem Dorn, die in das erste Bohrloch gesteckt werden, über kleine Handgeräte bis zu Schienen.