Pflanzkübel

Es ist Zeit die Robinienbohlen zu verarbeiten.

Beginnen werde ich mit einem Pflanzkübel Prototypen. Geplant ist der Bau von 4 weiteren Kübeln, die über Eck mit vier Sitzbänken verbunden werden.
Die Kübel haben eine Seitenlänge von 500 mm.

Die Pfosten haben 70 mm x 70 mm, die Querträger sind 46 mm breit und 70 mm hoch. Die Ausfachungen sind 18 mm dick.

 

Kleiner Pflanzkübel

Kleiner Pflanzkübel

Oben erhalten die Kübel noch ein umlaufendes Abschlußbrett. Dieser Abschluß ist je nach Position des Kübels unterschiedlich und wird erst angefertigt, wenn die übrigen Kübel und Sitzbänke fertig gestellt sind.

Besäumen

Besäumen

Das Besäumen erfolgte mit der Tauchsäge.
Das Holz ist mittlerweile so trocken, dass der Schnitt mit Führungsschiene durch die ganze Bohle reicht.
Nur bei ein paar Stellen blieben einige Fasern stehen, die habe ich mit dem Stecheisen abgestoßen.

Nur schnell gerade hobeln

Nur schnell gerade hobeln

Nach dem Besäumen und Auftrennen sind die Abschnitte etwas krumm.
Der erste Versuch mit einem Schlitten für den Dickenhobel habe ich verworfen.
Das ist eine gute Methode für größere Stücke, die etwas schlimmer verworfen sind.
Die schmaleren Abschnitte sind relativ schnell grob mit dem Hobel begradigt. Es muss ja nicht schön, nur gerade sein, den Rest macht der Dickenhobel.

Verleimen

Verleimen

Um meine 70 mm x 70 mm Pfosten zu erhalten, muss aufgedoppelt werden.
Verleimt wird mit PU-Leim.

Holzbausteine

Holzbausteine

Hier schon mal auf Dicke und Breite gebrachte Bauteile.
Der hohe Turm sind die 8 Querträger, davor liegen die 4 Pfosten.

Auftrennen für die Ausfachungen

Auftrennen für die Ausfachungen

Für die Ausfachungen werden die Bohlen auf der FKS aufgetrennt.
Dadurch erhalte ich eine gerade Seite, über die die Bretter durch den Dickenhobel geschoben werden.

Auf Länge bringen

Auf Länge bringen

Da ich keine Abrichte besitze und es fürs Hobeln zu viele Bretter sind, habe ich mir mit der Tauchsäge eine Referenz- und Verleimkante geschnitten.

Parallel schneiden

Parallel schneiden

Die 2. Kante wird begradigt und auf Winkel gebracht. Jetzt können die Brettchen zu kleinen Platten verleimt werden.

Nut fräsen

Nut fräsen

Die Pfosten erhalten je zwei 1/2″ abgesetzte Nuten für die Ausfachungen.
In die Querträger wurde jeweils eine durchgehende Nut gefräst.

Falz fräsen

Falz fräsen

Nachdem die Ausfachungen auf Maß geschnitten wurden, erhielten sie rundum mit einem Scheibennuter einen Falz.
Der Scheibennuter hat unter der Scheibe ein Kugellager, daher kann der Falz einfach über den Führungspin gefräst werden.

Domino spielen

Domino spielen

Die gefrästen Querträger erhalten die Löcher für die Dominos.
Mir war es wichtig, die Anschläge der Maschine zu benutzen. Dadurch ist sicher gestellt, dass die Löcher auch fluchten.
Durch die Zulage kann ich die Maschine am eingebauten Stopper anlegen.
Bei den oberen Löchern der Pfosten kommt eine gleichdicke Zulage zum Einsatz.

Noch mehr Löcher

Noch mehr Löcher

Hier wird die 2. Lochreihe gesetzt.
Die 1. Lochreihe habe ich mit der Höheneinstellung 28, die 2. mit voll ausgefahrenem Anschlag gefräst.
Für meine Abmessungen habe ich für jeden Querträger 2 Dominos (10 x 50 mm) pro Seite vorgesehen.
Wichtig für den Außeneinsatz: Dominos aus Sipo benutzen!

Kanten bearbeiten

Kanten bearbeiten

Der Rahmen ist mit ein paar Dominos zusammen gesteckt.
So kann ich mit der kleinen Fräse die Kanten abrunden und erhalte dabei einen schönen Radius an den Innenkanten.

Seitenteil verleimen

Seitenteil verleimen

Der Kübel wird in Segmenten verleimt.
Zuerst werden die beiden Seitenteile verleimt. Hier kann man die Domino-Löcher gut sehen … und auch den kleinen Ausrutscher beim Einsatzfräsen (obere hintere Ecke). Der Ausrutscher ist später nicht mehr zu sehen.

Halteleisten

Halteleisten

Die Halteleisten für die lose eingelegten Bodenbretter werden nur an 2 untere Querträger angeschraubt.
Die Löcher werden für die 4,5 mm Edelstahlschrauben mit 3 mm vorgebohrt.
Anschließend wird die Leiste mit einem 4,5 mm Bohrer durchbohrt und  die Bohrlöcher werden gesenkt.
In den Querträgern werden die 3 mm noch tiefer gebohrt.

Zusammen leimen

Zusammen leimen

Die beiden fertig verleimten Seitenteile werden mit den restlichen Teilen komplettiert.
Anschließend wurden noch Löcher in die Beine gebohrt, um kleine Verstellfüße anzubringen. Zuerst wurde mit einem 30 mm Forstnerbohrer eine ca. 2 mm tiefe Aussparung erstellt, dann mit einem 10 mm Holz-Bohrer mittig auf die Tiefe vom Gewinde gebohrt. Als letztes wurde noch ein 12 mm Kragen in den oberen Bereich gebohrt, um das Gewindeteil der Einschlagmutter aufzunehmen.
Ich habe in dieser Reihenfolge gearbeitet, weil ich keinen 12 mm Holz-Bohrer hatte und der vorhandene 12 mm Bohrer sich beim Ansetzen selbst zentriert.