Wetterstation V2.0

Die neue Version der Wetterstation wird aus Robinienholz gebaut.
Dies ist aber nicht die einzige Änderung. Es ist das 1. Projekt, das mit der neuen FKS und dem Dickenhobel entsteht.

Gleich bleibt: die Funktion, die hat sich bewährt und die Anzahl, es werden wieder 2 gebaut 😉

 

Die Wetterstation

Die Wetterstation

Das Ergebnis:
Wir haben überlegt, ob diese Version geölt werden soll oder nicht, letztlich hat Nicht-Ölen gewonnen. Ausschlaggebend waren 3 Gründe:
Wenn, wäre es farbloses Öl geworden. Das Holz setzt also auch geölt Patina an.
Die Stationen sind Geschenke, da möchte ich nicht die „Aufgabe“ des jährlichen Ölens als Dreingabe mitgeben.
Das Robinienholz ist dauerhaft genug, es benötigt nicht unbedingt eine Oberflächenbehandlung.

Material

Material

Das Ausgangsmaterial:
Bretter aus Robinienholz,
Plexiglasplatten für vorne und hinten,
laminierte Blätter mit dem Text,
Steine, Ketten, Dübel und Ösen.
Zuschnitt

Zuschnitt

Abschnitte

Abschnitte

Der Zuschnitt.
Da ich etwas sparsam beim Einkauf war, musste ich das Brett zuerst quer teilen. Dadurch gewinne ich beim Besäumen im breiteren Brettteil ein paar cm an nutzbarer Breite.
Für die Zukunft merke ich mir, der Verschnitt ist größer als geplant 🙂
Außerdem hat die Säge einen kleinen Schlitten, da hätte das Brett nicht mit besäumt werden können. Mit dieser Methode kann die Tauchsäge in ihrer Garage bleiben 😉
Die ganze Auftrennerei habe ich nicht dokumentiert. Wie oben bereits geschrieben, ist es das 1. Projekt mit der neuen Säge, da wollte ich lieber konzentriert durcharbeiten.
Im Ergebnis war das sicher richtig. Alle Finger sind da, wo sie hin gehören und die Schnittreihenfolge war gut geplant, Längs- und Querschnitt-Blatt nur je 1x eingebaut.
Das Bild „Abschnitte“ hat zwar nicht direkt etwas mit dem Projekt zu tun, aber das ist der Rest der Längsschnitte aus den Bretthälften aus dem Bild „Zuschnitt“.

Hobeln

Hobeln

Das Hobeln hat auf Anhieb gut funktioniert. An der Makita musste nichts eingestellt werden, alles perfekt, so wie sie aus der Kiste kam.
Vom Ablauf her, habe ich mich langsam ran getastet.
Das Holz war fast gerade und die Bretter annähernd gleich dick. So habe ich mit dem dicksten Stück begonnen und immer 1/4 bis 1/2 Umdrehung tiefer gestellt. Wenn ein neues Brett gegriffen hat, dann ist es mit in den Umlauf gekommen.
Ein paar Ausrisse gab es im Bereich um ein Astloch, das ist aber kein riesiges Problem, weil das die spätere Rückseite sein sollte.

Kleinholz

Kleinholz

Die Teile wurden ausgewählt und entsprechend geschnitten.
Die Verbindung der Seitenteile mit dem Ober- und Unterteil wird mit Zapfenlöchern und Zapfen ausgeführt. Daher sind die Seitenteile 60 mm länger geschnitten.

Genutet

Genutet

Die Nuten für die Plexiglasscheiben sind gefräst.
Als nächstes werden die Löcher für die Zapfen gefräst.

Zapfen sägen

Zapfen sägen

Man kann auch Zubehör für Ami-Sägen auf Sägen mit Schiebeschlitten verwenden.
Der Tenoning Jig von Grizzly funktioniert nach der Anpassung hervorragend.
Eine neue Erfahrung habe ich auch gemacht: Auch wenn die Nut etwas nach hinten versetzt ist, die Zapfenlöcher sollten mittig angeordnet sein. Man muss sonst jede Seite vom Zapfen neu einstellen.

Zapfenlöcher und Zapfen

Zapfenlöcher und Zapfen

Die Zapfenlöcher und die Zapfen sind fertig.
Da die Zapfenlöcher gefräst und die Zapfen gesägt wurden, musste ich mich entscheiden: Entweder die Zapfenlöcher eckig machen oder die Zapfen rund.
Letzteres ist einfacher, also wurden die Ecken der Zapfen passend gefeilt.

Ecken runden

Ecken runden

Die vier Ecken der unteren Bretter und je eine Ecke der oberen Bretter werden abgerundet. Der Radius beträgt 20 mm.

Kante fräsen

Kante fräsen

Nach einem ersten Vorschliff mit P80, wurden die Innenkanten abgerundet.
Die übrigen Kanten werden nur mit der Hand gebrochen.

Schleifen

Schleifen

Das Schleifen geht weiter: zunächst P120, dann über P180 zu P240.
Der Endschliff erfolgt nach dem Verleimen.

Leimen, 1. Teil

Leimen, 1. Teil

Zuerst verleime ich die beiden Seiten mit dem Oberteil.
Das obere Brett muss auf den Tisch geklemmt werden, da es oben keine gerade Kante hat.
Die kleinen Zwingen am Unterteil halten nur das Brett auf dem Tisch, da die Spannelemente die Eigenart haben, das Werkstück von der Platte weg zu drücken.

Löcher

Löcher

Während der Leim trocknet, habe ich schon die Ösen auf gebogen und die beiden Steine gebohrt.
Dieses Mal wurden die Eichendübel vorgebohrt, bei der 1. Version ließen sich die Ösen nur sehr schwer in die Dübel schrauben. Außerdem ist so die Gefahr geringer, dass ein Dübel reißt.

Wieder Ecken runden

Wieder Ecken runden

Der untere Abstandshalter wird oben abgerundet, damit eventuell hinter die Platte gelaufenes Wasser besser ablaufen kann. Die Hirnholzflächen befinden sich an der Seite.

Fertige Holzteile

Fertige Holzteile

Alle Holzteile sind vorgeschliffen und fast fertig gebohrt und gesenkt.
Jetzt geht es an die Endmontage.
Die Keilleiste und der Abstandshalter werden nur geschraubt. Wenn jemand die Wetterstation anders befestigen möchte, kann er die Leisten und den Klotz einfach entfernen.

Verleimen

Verleimen

Finales Verleimen, das untere Brett wird angeleimt.
Dieses Mal mit ganz wenig Leim, weil sich der PU-Leim ziemlich stark ausdehnt – es war trotzdem noch zuviel
Im Anschluss wurden alle Holzteile nochmals geschliffen. Zunächst wurde der Schliff mit P240 wiederholt, dann folgte der Endschliff mit P320.
Alle Seiten und Kanten wurden mit P220 und P320 von Hand geschliffen.

Keilleisten

Keilleisten

Als Halterung sind Keilleisten vorgesehen.
Die obere Keilleiste ist etwas länger als das unteres Gegenstück. Dadurch konnte ich bei der oberen Leiste die Seiten abschrägen und etwas Überstand als Schutz für die untere Leiste lassen.
Die letzten Löcher wurden gebohrt und gesenkt. Seitlich kann die untere Keilleiste mit der oberen Keilleiste verschraubt werden.

Der Jahrecent

Der Jahrecent

Die Steine sind dran und der Jahrescent wartet auf das Trocknen des 2-Komponenten Klebers, damit wäre die Version 2.0 fertig.